Religionsgemeinschaften

Rahmenkredit 2014-2019

Die anerkannten Zürcher Kirchen leisten Jugendarbeit, bieten Sozialberatungen an und betreiben Jobbörsen, dies und vieles mehr im Dienst der gesamten Bevölkerung. Dafür erhalten die anerkannten Religionsgemeinschaften einen finanziellen Beitrag.

50 Millionen Franken bekommen die fünf staatlich anerkannten kirchlichen Körperschaften pro Jahr vom Kanton Zürich. Mit dem Geld unterstützt der Staat Tätigkeiten der Kirchen vor allem in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. Diese Beiträge des Kantons für kirchliche Leistungen mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung stützen sich auf die Kantonsverfassung und das Kirchengesetz.

Voraussetzung ist, dass sich die kirchlichen Angeboten an alle Menschen unabhängig von ihrer Kirchen- und Religionszugehörigkeit wendet.

Eine Studie der Universität Zürich von 2017 erfasst diese kirchlichen Tätigkeiten mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung erstmals umfassend und aktuell. Als Resultat lässt sich festhalten, dass der Aufwand der Kirchen für ihre Leistungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung höher ist als die Summe, die die Kirchen vom Staat bekommen.

So hat die Evangelisch-reformierte Landeskirche für die Bevölkerung Leistungen mit einem hochgerechneten Wert von 35,4 Millionen Franken erbracht. Dem stand 2016 ein Kostenbeitrag des Kantons in der Höhe von 26,8 Millionen Franken gegenüber. Für die Römisch-katholische Körperschaft belaufen sich diese Werte auf Leistungen von 25,9 Millionen Franken und einen Kostenbeitrag des Kantons von 22,7 Millionen Franken. Die restlichen 0,5 Millionen Franken teilen sich die Christkatholische Kirchgemeinde, die Israelitische Cultusgemeinde und die Jüdisch Liberale Gemeinde.

Zusammengefasst kommt die Widmer-Studie zu folgenden Schlüssen: Die Landeskirchen erbringen im Sinne der Allgemeinheit Leistungen, «welche die staatlichen Kostenbeiträge mehr oder weniger deutlich rechtfertigen». Die Autoren empfehlen darum, die bisherige Vorgehensweise mit der Ausrichtung von Staatsbeiträgen beizubehalten.